Bei Fragen zur Predigt: >>>E-Mail an Dr. Martin Langstädtler


Verpaß' nicht Deine Chance!  (2. Korintherbrief 6,1-2)

Leseprobe:
... Wozu leben wir? Was ist der Sinn unseres Lebens als Christen? Hat der Herr uns errettet, damit es uns gut geht? Sind wir gerettet, damit wir hin und wieder ein schönes frommes Gefühl haben, das Nichtchristen so nicht kennen? Sind wir gerettet, damit wir Frieden haben, aber keine Angst vor dem Tod und vor der Hölle? Stellen wir uns ehrlich die Frage: warum sind wir Christen, mit welchem Recht nehmen wir die durch den Herrn Jesus erwirkte Erlösung für uns persönlich in Anspruch? ...

Der vollständige Text:

Das letzte Mal habe ich über Joh. 3,16 gesprochen unter dem Thema: Gott sandte seinen Sohn zur Rettung der Menschheit - was tust Du? Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Zitate von Friedrich Nietzsche, an Todesanzeigen oder an den Text des Arbeiterliedes „Die Internationale„. Anhand dieser Beispiele haben wir gelernt, daß viele Nichtchristen, Dichter, Revolutionäre und Ideologen ihre eigene Verlorenheit eingestehen. Gott sandte den Herrn Jesus, damit Verlorene gerettet würden durch den Glauben an ihn.
Heute geht es um die Aufforderung in Gottes Wort, unsere Chancen im Leben mit Jesus nicht vorübergehen zu lassen, sondern zu nutzen.
2.Kor. 6,1-10 vorlesen (Schwerpunkt Verse 1-2)
Paulus ermahnt die Geschwister, daß sie die Gnade nicht vergeblich empfangen haben sollen. Die Rechtfertigung aus Gnade, die Rettung durch den Glauben an Jesus Christus hat also einen Zweck. Sie wird umsonst, d.h. ohne Vorleistung empfangen. Sie soll aber nicht umsonst, d.h. ohne Auswirkung auf das Leben des Begnadigten bleiben. Da diese Gefahr besteht, bringt Paulus den Hinweis auf die Tatsache, daß noch Heilszeit ist. Noch ist Gelegenheit, daß sich die Rettung aus Gnaden sowohl in unserem Leben als auch im Leben der Menschen in unser Umgebung auswirken kann. Es besteht aber die Gefahr, daß wir diese Gelegenheit verpassen. Für uns Christen besteht sie in zwei Bereichen, nämlich in der persönlichen Lebensgestaltung und im Zeugnisgeben. Für Nichtchristen besteht die Gefahr darin, das Angebot zur Rettung durch Jesus Christus nicht anzunehmen. Wenden wir uns diesen Gefahrenbereichen zu.
Beziehung zu Jesus Christus (Lebensgestaltung, Heiligung)
.Kor. 6,1-2 vorlesen
Wozu leben wir? Was ist der Sinn unseres Lebens als Christen? Hat der Herr uns errettet, damit es uns gut geht? Sind wir gerettet, damit wir hin und wieder ein schönes frommes Gefühl haben, das Nichtchristen so nicht kennen? Sind wir gerettet, damit wir Frieden haben, aber keine Angst vor dem Tod und vor der Hölle? Stellen wir uns ehrlich die Frage: warum sind wir Christen, mit welchem Recht nehmen wir die durch den Herrn Jesus erwirkte Erlösung für uns persönlich in Anspruch?
Die Frage nach dem Sinn des Lebens erwarten wir gewöhnlich nur von Nichtchristen. Wir müssen uns als Christen aber auch diese Frage stellen, wozu wir leben. Wer sich dieser Frage nicht stellt, wird nur für sich leben und für die eigene Erfüllung bescheidener (wir sind ja Christen...) Wünsche. Hauptsache, ich bin gerettet, Hauptsache, ich habe Ewiges Leben. Der Herr hat uns nicht gerettet, damit wir eine solche Haltung haben.
ö 6,11-14 vorlesen
Er hat uns aus der Sklaverei der Sünde errettet, damit wir frei sind. Freiheit ist ein ganz beliebtes Wort für Christen, es findet in vielen schlechten christlichen Liedern seinen Niederschlag. Hier bleibt wieder die Frage nach dem Sinn. Als Christen sind wir zwar frei von der Sklaverei der Sünde, doch wozu? Weil sich viele Geschwister diese Frage nicht beantworten und auch nicht nach einer Antwort suchen, kehren sie zurück. Sie werden wieder Sklaven der Sünde und, weil man schließlich Christ ist, Sklaven eines frommen Programms. Dafür hat uns der Herr nicht befreit. Er hat uns befreit, daß unser Leben ihm als Sklaven zur Verfügung stellen, als Werkzeuge der Gerechtigkeit.
Da es seit dem Sündenfall des Menschen keine Freiheit mehr gibt, bleibt nur die Wahl, dem Herrn oder der Sünde und Welt als Sklave zu dienen. Der Sinn unseres Lebens, der Sinn unserer Rettung ist, daß wir für den Herrn Jesus Christus leben. Der Sinn unseres Lebens als Christen ist es, den Herrn zu verherrlichen und ihm zu dienen.
ö. 12,1-2 vorlesen
Der Herr will, daß wir uns von der Welt abwenden und uns ihm als lebendiges Opfer darbringen. Wenn wir das tun, entscheidet der Herr darüber, was mit uns geschieht und was wir tun sollen. Denn ihm sollen wir uns als Opfer darstellen. Da bleibt kein Platz für Selbstverwirklichung. Die Gesinnung der Welt sollen wir nicht haben. Wie ist die Gesinnung der Welt? Wenn wir uns Werbeanzeigen, Plakate oder die Werbeblocks im Fernsehen ansehen, bekommen wir einen Eindruck davon. Alles dreht sich um mich, um meine Wünsche, meine Selbstverwirklichung, meine Entspannung, meine guten Gefühle, meine Bedürfnisse, die unbedingt zu befriedigen sind. Das geschieht laut Werbung mit irgendeinem Erzeugnis, sei es einer Fertigsuppe, Bier, Kosmetika, einem Auto oder einer Bauunterstützung irgend eines Geldinstitutes. Das ist weltliche Gesinnung. Was die Menschheit aber vergessen hat, ist die Tatsache, daß sie seit dem Sündenfall kein Recht mehr hat auf Selbstverwirklichung und Erfüllung. Auch Christen haben das oft vergessen, erstreben diese Ziele und verpassen ihr Leben für den Herrn.

Wie können wir so leben, wie der Herr es haben will?
2,12 vorlesen
Hier steht etwas von der Bewirkung der Rettung mit Furcht und Zittern. Gott ist ein heiliger und vollkommener Gott, der will, daß wir auch heilig leben. Unser Gott ist zwar ein liebender Vater, der uns gegenüber gnädig und barmherzig gestimmt ist, aber er hat hohe Ansprüche. Haben wir nicht oft viel zu wenig Angst, seinen Ansprüchen nicht zu genügen? Ist diese Angst nicht oft viel kleiner, als unsere Angst, den weltlichen Ansprüchen zu genügen?
. 12,1-17 vorlesen
In diesem Text wird deutlich, was wir nicht verpassen dürfen und was Christen immer wieder verpassen. Zunächst wird das Ablegen der Sünde gefordert, gleichzeitig mit dem Aufschauen auf Jesus (Hebr 12,1-2). Im Aufblick auf Jesus stellen wir schneller fest, was wir ablegen sollen, um vorwärts zu kommen. Sobald uns auffällt, daß wir etwas getan haben, was nach Sünde aussieht, haben wir diese Sünde zuzugeben und die Vergebung durch Jesus Christus in Anspruch zu nehmen. Das sind keine Sünden, wie Mord, Ehebruch usw. Oft werden sogenannte kleine Sünden nicht ernst genommen, vielfach mit Umständen entschuldigt oder wegen des Fehlers des anderen gerechtfertigt. Diese Sünde, wie immer sie auch zustande kommt ist Sünde, die abgelegt werden soll.
In unser Gemeinde in Berlin hatten wir eine Schwester, die sehr aktiv war. Sie war aber auch sehr jähzornig. Man versuchte besser, immer Konflikten mit ihr aus dem Weg zu gehen. Wenn es aber zu einem Zusammenstoß kam, brauste sie immer fürchterlich auf. Nachdem sie sich beruhigt hatte, wurde sie auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht. Anstatt ihr Versagen zuzugeben, verteidigte sie es immer wieder, schließlich mit der immer gültigen Formulierung: Ich bin nun einmal so, nehmt mich so an, wie ich bin. Sie hat verpaßt, durch Zugeben ihrer Sünde von ihrer Sünde frei zu werden (1.Joh. 1,9).
Unverschuldete Anfechtungen gibt es aber auch, wie z.B. Probleme in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz oder mit der Gesundheit. Durch diese Probleme will der Herr uns erziehen. Lernen wir, diese Erziehung anzunehmen (Hebr. 12,5-11).
Wenn wir einmal eine Anfechtung oder Niederlage erlebt haben, verpassen wir es oft, wieder aufzustehen und aktiv zu werden. Wir sollen aktiv sein in der Jagd nach dem Frieden mit allen Menschen und nach Heiligung (Verse 12-15). Ohne Heiligung kann niemand vor dem Herrn erscheinen. Die Heiligung wird oft verpaßt. Die Folge ist, daß jeder neben dem anderen her lebt und keiner sich der schwachen annimmt, die es auch gilt, auf dem Weg der Nachfolge Jesu zu stärken.
Wenn wir so im Aufblick auf den Herrn Jesus leben, werden wir ihm ähnlicher. Das ist kein Spaziergang, das fällt uns nicht zu, dafür müssen wir Zeit und Arbeit investieren.
Dinge, die verpaßt werden: Sünde ablegen, auf Jesus schauen, Erziehung durch den Herrn annehmen, aktiv werden im Nachjagen des Friedens und der Heiligung, aufeinander acht haben
Eine ganz wichtige Hilfe ist das Einüben der täglichen Zeit der Stille. Die jungen Geschwister unter uns haben noch die Chance, die diejenigen, die später Christen werden, nicht haben. Sie können viel Zeit verwenden für Stille Zeit. Wenn Ihr erst verheiratet seid, Kinder und Beruf habt, die Euch sehr beanspruchen, ist es sehr schwer, sich Stille Zeit anzugewöhnen. Bibelstudium und Stille Zeit muß eingeübt sein, damit man in Krisensituationen, wo nicht alles so klappt, wie man es sich vorstellt, gut trainiert ist. Je älter man wird, desto schwerer wird das Training. Wenn ein geistlicher Lebensstil nicht immer wieder eingeübt wird, hat man Schwierigkeiten im Alter, sollte man dieses erreichen. Rentner haben bekanntlich keine Zeit, so voll ist ihr Programm. Ich erlebe bei meinen Eltern und Schwiegereltern, daß sie nicht mehr in der Lage sind, längere Texte zu lesen und zu begreifen. Gleichaltrige Menschen, die regelmäßig die Bibel gelesen haben, können auch im Alter unverändert ihre Stille Zeit und ihr Bibelstudium gestalten. Sie sind einfach trainiert. Verpaßt also nicht Eure Chancen zum Training.

Zeugnis für Jesus
.Kor. 6,1-2 vorlesen
Ich bin ganz sicher, jeder erwartet, daß ich zu diesem Thema etwas sage. Unser Zeugnis für Jesus, unsere vom Herrn befohlene Wirkung nach außen ist einer der Bereiche, wo ständig etwas verpaßt wird.
In der Gemeinde in Berlin hatten wir als Jugendliche älteren Bruder im Herrn, der uns darin unterwies, das Wort Gottes ganz ernst zu nehmen. Er lehrte uns auch, daß die Gläubigentaufe die richtige Taufe sei, weil sie vor der Gemeinde, der sichtbaren und unsichtbaren Welt ein wichtiges Zeugnis unseres Glaubens sei. Viele Jahre später fragte ich ihn, warum er sich nicht taufen lies. Schließlich habe der Herr die Taufe befohlen. Seine Antwort war: „Ich bin schon so lange Christ. Der Herr weiß das, Satan weiß das, die Gemeinde und meine Umgebung weiß es. Welches Zeugnis wäre meine Taufe jetzt noch?„ Ich denke, daß die Taufe trotzdem gut für ihn wäre. Die Möglichkeit als Bekenntnis hat er verpaßt.
. 3, 8 vorlesen
Manchmal schenkt der Herr seiner Gemeinde offene Türen zur Evangelisation. Wir haben dann die Freiheit zum Zeugnisgeben, die Möglichkeiten und vielleicht auch offene Menschen, die das Evangelium annehmen. Diese Gelegenheiten sollten wir nutzen, denn sie sind zeitlich begrenzt. Welches sind die Beschränkungen? Manchmal können Türen wieder geschlossen werden. Außerdem können wir Menschen nur mit dem Evangelium erreichen, solange sie leben. Untersuchen wir diese Fälle.
Bayern hat seine Asylpolitik geändert. In Erlangen werden die Asylbewerberunterkünfte geschlossen. Wer bisher noch überlegt hat, die Arbeit von Klaus-Dieter und Gabriele zu unterstützen, ist zu spät. Diese Chance ist vorbei. Gestern bekam ich einen Brief mit der Mitteilung, daß der Büchertisch für den 27.04.1996 noch einmal genehmigt wurde. Was dann kommt, weiß keiner. Wer bisher vielleicht überlegt hat, daß der Büchertisch eine gute Möglichkeit wäre, evangelistische Gespräche zu lernen, kann diese Überlegung bis auf weiteres aufgeben. Diese Tür ist zu, diese Chance ist verpaßt. Ähnlich ist es mit der Mission in klassischen Missionsländern. Weltweit nimmt die Bereitschaft ab, Missionare ins Land zu lassen. Wo in diesen Ländern vergessen wurde zu evangelisieren, ist es zu spät. Diese Chancen sind vorbei.
In unserem bisher recht multikulturellem Deutschland haben wir viele Gelegenheiten, Menschen aus Ländern mit dem Evangelium zu erreichen, die für Christen verschlossen sind. Gerade unter den Studenten sind zahlreiche Bürger solcher Staaten bei uns und lassen sich ausbilden. Während unseres Studiums in Berlin waren an der TU Studenten aus 105 von der UNO anerkannten Nationen, in Berlin lebten damals Menschen aus 135 Nationen. Man brauchte nicht viel Einsatz zu riskieren, um Moslems, Buddhisten, Hindus und Kommunisten aus sozialistischen Staaten mit dem Evangelium zu erreichen. Heute besteht diese Möglichkeit unverändert.
Weltmission kann hier stattfinden. Wie lange noch? Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) teilte Anfang des Jahres mit, daß künftig weniger ausländische Studenten zu erwarten sind. Die Studienbedingungen und Anerkennungsverfahren für bereits abgeschlossene Ausbildungen würden zunehmend unattraktiver für ausländische Studenten. Aus China kommen auch nicht mehr so viele, wie früher. Viele chinesische Studenten gehen lieber nach Moskau. Dort sind die Bedingungen leichter, die Forschung und Lehre nicht schlecht und die Lebensbedingungen denen in China ähnlicher. Eine Frage werden sich deutsche Gemeinden gefallen lassen müssen: Haben sie diese offenen Türen genutzt? Wurde nicht vielfach diese Chance vertan?
Die Evangelisation unter Chinesen, die wir hier versuchen, kann schlagartig vorbei sein, wenn der Konflikt zwischen der VR China und der Republik China auf Taiwan weiterhin durch imperialistische Kräfte angeheizt wird. Ich sage das ganz bewußt so. Die Kanonenbootpolitik der Europäer im letzten Jahrhundert ist in China weder vergeben noch vergessen. Wenn diese Tür zugeht, werden viele zugestehen müssen, ihre Chance verpaßt zu haben.
Ich habe von einem Iraner gehört, der seit 14 Jahren hier lebt, studiert hat und eine iranische Firma hier vertritt, daß er in 14 Jahren noch nie von einem Christen angesprochen wurde und noch nie das Evangelium gehört hat. Ist das nicht beschämend für die Gemeinde Jesu in Deutschland angesichts offener Türen im eigenen Land?
Eine andere Situation. Während meiner Zeit in der Berliner Schülermission hatten wir viele jugendliche Christen, die Probleme hatten, ihre Menschenfurcht zu überwinden, anderen das Evangelium weiterzusagen. An einer Schule überlegte die Gruppe sehr lange, wie ein sehr verschlossenes Mädchen angesprochen werden sollte. Sie überlegten Wochen, Monate. Eines Tages hatten sie sich entschlossen, daß sie heute mit ihr reden wollten. Sie kamen in die Klasse und fanden ihre Schulkameraden in sehr bedrückter Stimmung vor. Das Mädchen, was sie ansprechen wollten, hatte sich nachts das Leben genommen. Ein tragisches Beispiel einer verpaßten Chance. Überlegen wir lieber nicht zu lange, wie wir andere ansprechen sollen. Tun wir das lieber.
Als ich die Berliner Schülermission leitete, war ich drei Jahre Schüler und die restlichen fünf Jahre Student. Während meiner Studentenzeit hatte ich einen anderen Erfahrungshorizont gewonnen, als die Schüler unter unseren Mitarbeitern. Ich stellte fest, daß ich immer weniger Leute mit dem Evangelium erreichen konnte, weil nicht mehr so viele da waren. Als Schüler hatte ich meine ganze Schule mit ca. 500 Schülern als Missionsfeld. An der Uni waren es vielleicht 100 Studenten anfangs, am Ende 12. Während meiner Promotionszeit hatte ich kaum Zeit zum Evangelisieren, es gab noch weniger Möglichkeiten. So ist es heute geblieben. Ich möchte Euch Schüler ermutigen, jetzt Evangelisation zu erlernen. Ihr habt nie wieder diese Chance, so viele Leute in so kurzer Zeit zu erreichen, wie in den vielen Stunden Schulhofpausen, die in einem Schülerleben zusammenkommen. Vor allem habt Ihr die Chance, Erfahrungen zu sammeln. Es gibt hier Leute, die halten mich für ziemlich fit und schlagfertig im evangelistischen Gespräch z.B. am Büchertisch. Das ist mir nicht zugefallen. Das habe ich während meiner Schüler- und Studentenzeit trainiert. Bitte verpaßt Eure Gelegenheiten nicht. Nicht, daß es Euch so geht, wie einem, der während seiner Schüler- und Studentenzeit nicht evangelisieren wollte. Er kam dann nach mehreren Jahren zu mir und bedauerte sich, daß er die Gelegenheiten verpaßt hat, die sich ihm während seiner Schulzeit bot. Was soll man dazu sagen?
. 5,15-17 vorlesen
. 9,4 vorlesen

Möglichkeit der Nichtchristen unter uns, ihre Chancen zu verpassen
.Kor. 6,1-2 vorlesen
Heute ist der Tag des Heils. Dieser Tag wird vorübergehen. Hierfür gibt es zwei Gründe. Der erste Grund ist ein ganz einfacher. Das Leben endet tödlich, wir wissen alle nicht, ob wir diesen Tag überleben. Der zweite Grund ist, daß das Leben desjenigen, der das Evangelium gehört hat, sich schon verändert hat.
Während meiner Schulzeit war das Motorrad fahren unter meinen Mitschülern Mode. Manche rollten mit heißen Öfen zur Schule an, diskutierten im Insiderkreis die neusten technischen Details und gaben sich als Herren der Landstraße souverän und selbstsicher. Ein solcher Motorradfahrer wurde auf dem Schulhof angesprochen und anhand der „Vier geistlichen Gesetze„ über das Evangelium informiert. Er bedankte sich selbstsicher für das Gespräch und meinte, daß diese Frage ihn sicher interessieren würde, wenn er alt ist. Jetzt ist das Leben, der Tod ist weit weg und er hätte zur Zeit kein Interesse, mich mit der Bibel weiter zu befassen. Er spekulierte auf sein Rentenalter und meinte, daß er Zeit hätte. Etwas Zeit blieb ihm noch. Einige Tage später verunglückte er tödlich.
Freitag bekam ich einen Brief von einem chinesischen Freund, der aus Erlangen wegzog und nach einiger Zeit in einer anderen Stadt für immer nach China zurückkehrte. Er ist unter 30 Jahre alt, ein sehr freundlicher, lebendiger und offener Mensch. Er schrieb mir, wie er es empfand, daß ich als sein erster deutscher Kontakt ihn gleich mit Bibel, christlicher Literatur versorgte und ihm das Evangelium erklärte. Er schrieb, daß er glaubt, daß Gott mich zu ihm geschickt habe, damit er das Evangelium hören könne. Weiter schrieb er, daß er kein Christ geworden sei. Leider gäbe es in China keinen Menschen mit meinem Geist, der ihn im Christwerden fördern würde, so habe er die Chance verpaßt, während seiner Zeit hier gerettet zu werden. Zum Glück kommt er aus einer Stadt, wo es einige gute Gemeinden gibt. Dieser Brief jedenfalls drückte seine depressive Stimmung aus, etwas entscheidendes nicht erreicht zu haben. Ob für ihn wirklich die Chance vorbei ist, gerettet zu werden? Möglich ist es...
Wenn man das Wort Gottes gehört und verstanden hat und eigentlich angesprochen ist, sollte man nicht zögern, Jesus als Herrn seines Lebens anzunehmen. Nicht nur, weil man morgen vielleicht tot sein könnte, sondern vielmehr deshalb, weil sich das Leben dessen, der das Evangelium hört, schon durch diese Tatsache verändert. Zunächst ist der Angesprochene informiert. Dann wird er diese Information verarbeiten und zu irgend einem Ergebnis kommen. Wenn er Jesus nicht als seinen Herrn aufnimmt, dann kann es sein, daß er sich an das Evangelium gewöhnt. Wenn er es ablehnt, kann es dazu kommen, daß sein Herz verhärtet wird.
Hebr. 4, 7 vorlesen
Hebr. 12,25 vorlesen
Wenn wir unsere Herzen Gott gegenüber hart machen, können wir das sicher einige Male ungestraft tun. Dann aber kann es sein, daß er Herr unser Herz verhärtet (Beispiel: Pharao, 2.Mo. 7-14). Das ist übrigens ein Grund, warum wenig ältere Menschen für das Evangelium offen sind.
Wann auch immer, es gibt ein „zu spät„ für die Umkehr zu Jesus.
Lk. 16,19-31 vorlesen
Dieser reiche Mann war ein frommer Mann, der das Gesetz erfüllte. Er versorgte nämlich diesen Armen, der vor seiner Tür lag. Religiosität reicht aber nicht aus, wie er zu spät unmittelbar nach seinem Tod feststellen mußte. Er hatte seine Chance verpaßt.

Zusammenfassung
Wir sollen darauf achten, daß die Gnade Gottes nicht vergeblich an uns geschehen ist und die Zeit, in der wir heute mit Jesus leben, als den Tag des Heils nutzen. Wir sollten vermeiden unser Chancen zu verpassen in unserem Leben mit Jesus, unserer Heiligung, der Stillen Zeit. Wir sollten unsere Chancen nicht verpassen, andern von Jesus weiterzusagen, ihnen das Evangelium erklären. Nichtchristen sollten nicht zu lange zögern mit ihrer Entscheidung, Jesus Christus als Herrn ihres Lebens aufzunehmen.

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